Therapie 

 

Therapie des Typ-2-Diabetes
Da die Bauchspeicheldrüse beim Typ-2-Diabetes zu Beginn noch ausreichend Insulin produzieren kann, wird zunächst eine Änderung des Lebensstils mit ausreichender Bewegung und Umstellung der Ernährungsgewohnheiten empfohlen. Eine medikamentöse Behandlung mit Tabletten sollte erst dann begonnen werden, wenn durch diese Maßnahmen keine ausreichende Kontrolle des Blutzuckers erzielt werden kann.

Heute stehen zur Therapie des Typ-2-Diabetes eine Reihe von Substanzgruppen zur Verfügung:

Metformin senkt den Blutzucker, indem es die Glukoseproduktion in der Leber verringert und die Wirkung des Insulins an den Organen wieder verbessert.

Insulinsensitizer (Glitazone) verringern die Insulinresistenz und erhöhen damit die Empfindlichkeit der Organe für das eigene Insulin.

Sulfonylharnstoffe und Glinide senken den Blutzucker, indem sie die Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse zusätzlich fördern.

Gliptine führen zu erhöhten Spiegeln eines Darmhormons (GLP-1), das in Abhängigkeit von Glukose die Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse steigert.

Eine Insulin-Therapie ist erst dann angezeigt, wenn die Bauchspeicheldrüse bei fortgeschrittener Erkrankung nicht mehr in der Lage ist, ausreichend körpereigenes Insulin zu produzieren.

Geändert am 27.11.2009
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