Firmenhistorie

Über 235 Jahre Tradition 
 

Die Anfänge als kleiner Medikamentenhändler

1781:
Der 32-jährige Chobei Takeda I gründet in Doshomachi (Osaka), dem Zentrum des Medizinhandels, ein Geschäft für den Verkauf traditioneller japanischer und chinesischer Medikamente.

1871:
Chobei Takeda IV bildet eine Einkaufsgemeinschaft für westliche Medizin in Yokohama und geht geschäftliche Verbindungen mit ausländischen Handelsfirmen ein.
 

Entwicklung zu einem großem Pharmaunternehmen

1895:
Errichtung einer eigenen Fabrik und Start der Herstellung pharmazeutischer Produkte.
Um diese Zeit startet Takeda die ersten Direktimporte von England, den Vereinigten Staaten, Deutschland und Spanien.

1907:
Takeda erwirbt die exklusiven Vertriebsrechte in Japan für die Produkte der Firma Bayer.

1915:
Beginn der Forschungsaktivitäten mit Errichtung einer eigenen Forschungsabteilung.

1925:
Die Firma wird eingetragen als Chobei Takeda & Co., Ltd. mit einem Kapital von 5,3 Millionen Yen und Chobin Takeda V als Präsident. Dadurch wandelt sich das einst in Privatbesitz befindliche Handelsgeschäft zu einem modernen Unternehmen mit eigener Forschung und Entwicklung, Produktion und Marketing.
Takeda expandiert stetig und exportiert in die Vereinigten Staaten, Russland und China.
 

Starkes Wachstum durch Vitamine und Antibiotika

1945:
Nach dem zweiten Weltkrieg wird mit der Forschung nach neuen Antibiotika und synthetischer Folsäure begonnen.
Ebenso wurde nach Penicillin geforscht, dessen Produktion in Jahr 1948 startete. Im Jahr 1948 wurde Penicilin in großem Maßstab produziert.

1949:
Beginn des Handels von Takeda-Aktien an den Aktienmärkten in Tokyo und Osaka.

1950:
Verkaufsbeginn von "Panvitan", dem ersten Multivitaminprodukt in Japan.

1952:
Verkaufsbeginn von "Alinamin", einem Vitamin B1 Derivat.
Zur gleichen Zeit liefert die Firma Vitamine zur Anreicherung von Nahrungsmitteln.
Dadurch soll die durch Nahrungsengpässe entstandene Mangelernährung ausgeglichen werden.

1955:
Takeda beginnt mit dem Export von Vitamin C in die Vereinigten Staaten.

 
Expansion in internationale Märkte


1962:
Takeda gründet in Taiwan eine Produktionsstätte und Marketingfirma. Es folgen Neugründungen auch in ganz Südostasien, einschließlich Philippinen, Thailand und Indonesien.

1963:
Takeda gibt als erste japanische Firma Dollar-nominierte Wandelobligationen in Europa aus.

1978:
Takeda gründet ein pharmazeutisches Marketing Joint Venture in Frankreich.

1981:
Gründung der Takeda Pharma GmbH, als erstes Joint Venture auf dem deutschen Pharmamarkt mit der Grünenthal GmbH.

 
Takeda Präparate werden weltweit eingesetzt

1985:
Takeda gründet in den Vereinigten Staaten TAP Pharmaceuticals Inc. (nun TAP Pharmaceutical Products Inc.) als 50:50 Joint Venture mit Abbott Laboratories. TAP beginnt mit dem Vertrieb eines Mittels gegen Prostatakrebs.

1988:
Inbetriebnahme der Tsukuba Research Laboratories, dem zweiten Takeda Forschungszentrum.
 

1995:
Gründung der Takeda Pharma Ges. m.b.H., Österreich.
Einführung eines Protonenpumpenhemmers mit dem Wirkstoff Lansoprazol. Das Mittel gegen Magengeschwüre wird mittlerweile in mehr als 90 Ländern verkauft und ist somit Takedas bestverkauftes Produkt.

1997:
Gründung der Takeda UK Limited, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft.
Markteinführung eines Angiotensin-II-Rezeptor Antagonisten zur Bluthochdrucktherapie.
Inbetriebnahme von Takeda Ireland Ltd., einer Fabrik für pharmazeutische Mittel. Gründung der Takeda America Holdings, Inc. zur Unterstützung des amerikanischen Pharmageschäftes.

1998:
Erwerb der Aktienmehrheit von Takeda Italia Farmaceutici S.p.A., einer pharmazeutischen Vertriebsgesellschaft.
Laboratoires Takeda, ein pharmazeutisches Vertriebs-Joint-Venture in Frankreich, wird zur hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Takeda.
Gründung von pharmazeutischen Vertriebsgesellschaften in den USA (Takeda Pharmaceuticals North America, Inc.) und in der Schweiz (Takeda Pharma AG).
Takeda Europe Research & Development Centre Ltd., ein Unternehmen zur Entwicklung pharmazeutischer Produkte, wird in England gegründet.

1999:
Markteinführung des Insulinsensitizers Pioglitazon. Der Verkauf in den Vereinigten Staaten beginnt als Co-Promotion zwischen den Firmen Takeda Pharmaceuticals North America und Eli Lilly.

2000:
Pioglitazon wird in Europa eingeführt.

2002:
Partnerschaft mit dem Oxford Center für Diabetes, Endokrinologie und Metabolismus (OCDEM) zwecks Erforschung innovativer Methoden bei der weltweiten Behandlung von Diabetes.
In Irland wird die Takeda Ireland Ltd. mit dem ersten Produktionsstandort in Europa gegründet.

2003:
In den USA wird das Takeda Global Research and Development Center, Inc. gegründet.

2005:
Takeda übernimmt Syrrx in den USA. Der neue Name des Tochterunternehmens ist Takeda San Diego (TSD). Das Unternehmen bildet Takedas U.S.-Forschungsstandort.
In den USA kommt ein neues Takeda-Medikament gegen Schlafstörungen auf den Markt.
 
2006:
In London wird die Takeda Pharmaceuticals Europe Limited gegründet. Sie koordiniert alle Marketingaktivitäten der europäischen Takeda-Töchter.
In San Diego, USA beziehen die Takeda Pharmaceuticals North America, Inc. und das Takeda Global Research & Development Center, Inc. ihr neues Domizil.
 

Die Neuausrichtung

2008:
Das Jahr der Akquisitionen für Takeda: Für rund 8,8 Milliarden Dollar erwirbt Takeda das amerikanische Biotech-Unternehmen Millennium, welches auf Forschung im Bereich Onkologie spezialisiert ist. Außerdem werden Kooperationsvereinbarungen mit Seattle Genetics und Amgen getroffen.

2011:
Takeda übernimmt den Pharmakonzern Nycomed A/S mit Sitz in Zürich und erweitert nicht nur das Produktportfolio für zahlreiche neue Therapiegebiete, sondern auch die Präsenz in den europäischen Staaten mit Emerging Markets wie Russland, China und Lateinamerika. Takeda ist jetzt weltweit in über 70 Ländern vertreten.

2012:
Mit Brentuximab Vedotin bringt Takeda sein erstes Onkologieprodukt nach Österreich. Brentuximab Vedotin ist ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC), das zur Therapie von Hodgkin-Lymphom (HL) und systemischem anaplastischen großzelligen Lymphom (sALCL) zugelassen ist.

2014:
Takeda erhält in den USA und in Europa die Zulassung für den DPP4-Hemmer Alogliptin und führt ihn Anfang des Jahres in Österreich als einem der ersten europäischen Märkte ein. Gleichzeitig erfolgt die Markteinführung der zwei Fixkombinationen Alogliptin und Metformin sowie Alogliptin und Pioglitazon.
Im März erhält Takeda von der EMA die Zulassung für den humanisierten, monoklonalen Antikörper Vedolizumab, für die Behandlung von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn bei Erwachsenen. Ende des Jahres bringt Takeda Vedolizumab auf den österreichischen Markt.

2015:
Takeda begeht sein 20-Jahres-Jubiläum in Österreich. Das Unternehmen wandelt sich zusehends zu einem Specialty-Care-Anbieter mit Fokus auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Onkologie.

2016:
Das Unternehmen fokussiert sich in Österreich verstärkt auf die Kerngebiete Gastroenterologie und Onkologie.
 
Im November erhält Takeda die europäische Zulassung für den oralen Proteasomhemmer Ixazomib. in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason (Rd) zur Behandlung des Multiplen Myeloms (MM) bei erwachsenen Patienten mit einer Vortherapie.  Bereits im Dezember werden in Österreich – als erstem Land in Europa - die ersten Patienten mit Ixazomib therapiert.

Februar, 2017

 

Takeda Pharma